Die Produktvision – Mehr als nur ein Statement

Am vergangenen Freitag durfte ich einen Vortrag auf dem Product People Day 2019 in Köln halten. Das Thema meines Talks war die Produktvision, die meiner Meinung nach mehr als nur ein Statement ist. Die eigentliche Vision ist in den Köpfen der Produktgestalter (Product Owner, Team und involvierte Stakeholder) und benötigt Wissen aus den vier Wissensdomänen der Produktentwicklung. Das Produktteam braucht geteilte Kenntnisse vom Nutzer, dem Nutzungskontext, dem Produkt und dem Produktumfeld.
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Persönliche Nähe in der Organisationsentwicklung

Menschen bauen untereinander bewusst und unbewusst Beziehungen auf. Der Beziehung zwischen Beratungs- und Klientensystem auf interpersoneller Ebene fällt daher eine besondere Rolle zu, ist sie doch unvermeidlicher Bestandteil von Change-Prozessen. Ein Aspekt dieser interpersonellen Beziehung ist die persönliche Nähe, welche beschreibt wie „nah“ sich die Menschen als Personen sind bzw. fühlen. Aber persönliche Nähe hat Vor-und Nachteile. Wie viel Nähe bzw. Distanz brauchen wir in der Organisationsentwicklung? Weiterlesen Persönliche Nähe in der Organisationsentwicklung

Das Product Vision Interview

Das Ziel einer guten Produktvision sollte es sein schnell und einfach auf den Punkt zu bringen, warum das eigene Produkt wertvoll ist. Aus meiner Erfahrung tun sich einige Menschen jedoch ziemlich schwer mit strukturierenden Instrumenten wie dem Product Vision Board von Roman Pichler oder dem Positioning Statement von Geoffrey Moore. Schnell verliert man sich in den Diskussionen zu den einzelnen Punkten und blockiert so Kreativität und Emotionalität. Hier hilft ein Product Vision Interview zur Vorbereitung, das auf der Rollenspiel-Methode „Gutes Produkt, schlechtes Produkt“ basiert. Weiterlesen Das Product Vision Interview

UX-Methoden richtig auswählen (Workshopergebnisse)

In unterschiedlichen Situationen müssen UX-Professionals geeignete Usability- und UX-Methoden für ein Projekt auswählen. Der Human-Centered-Design-Prozess gibt jedoch keine Methoden vor, so dass je nach Produkt und Projektgröße vom Produktentwicklungsteam Auswahlentscheidungen aufgrund von Erfahrungen und Vorlieben getroffen werden. Dabei greifen UX-Professionals und Teams oft auf Methoden zurück, bei denen sie sich sicher fühlen. Ob die Methoden aber ideal zur Aufgabenstellung passen oder die Aufwände angemessen sind, kann durch diese Vorgehensweise leicht übersehen werden. In einem Workshop wollten wir (Katinka Raddy, Andreas Hinderks, Jörg Thomaschewski und ich) herausfinden, welche Parameter wie durch UX-Professionals verwendet werden, damit wir einen nachvollziehbaren und begründbaren Auswahlprozess ermöglichen können.

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Sei dein eigenes Produkt! – Weiterentwicklung für Product Owner

Um erfolgreiche Produkte zu entwickeln brauchen wir die richtigen Methoden und Artefakte. Wenn wir etwas für unsere persönliche Weiterentwicklung machen wollen, braucht es ebenso die richtigen Techniken. Manchmal reicht zwar ein einfaches Treiben lassen aber für eine wirklich gezielte Entwicklung fehlt dann doch viel zu oft das richtige Handwerkszeug. Dabei haben gerade Product Owner durch ihren beruflichen Alltag viele Methoden zur Produktentwicklung an der Hand. Wenn wir diese Methoden nun auf die eigene, persönliche Entwicklung beziehen, wird ein Product Owner zum eigenen Produkt. Weiterlesen Sei dein eigenes Produkt! – Weiterentwicklung für Product Owner

Die Schlangengruppe – Schärfste Kritik ertragen

Die Schlangengruppe ist eine Feedbackmethode, mit der schärfste Kritik gesammelt und ertragen werden muss. Aber nicht nur der Blickwinkel des Feedbackempfängers ist hier wichtig, auch die Feedbackgeber müssen über sich hinauswachsen. Kritisches Feedback zu äußern ist nämlich nicht immer leicht. Man möchte der anderen Person nicht unbedingt sagen, warum die Idee nichts taugt, man keine Anwendung sieht oder warum man damit vor die Wand fahren wird. Die Schlangengruppe ist anonym. Man muss die Schlange nicht kennen, um ihren Biss zu spüren. Daher ermöglicht die Schlangengruppe auch sehr scharfes, kritisches Feedback mit den Produktverantwortlichen zu teilen. Denkbar ist, die Schlangengruppe über einen anonymen Chat zu ermöglichen. In Workshops kann das Feedback schriftlich gesammelt werden. Diese Anonymität benötigt allerdings ein gutes Betriebsklima, den auch die anonyme Kommunikation bedingt einige Spielregeln. Weiterlesen Die Schlangengruppe – Schärfste Kritik ertragen

Workplace Learning für die Kompetenzen der Zukunft

Kompetenzentwicklungssysteme müssen in Zukunft immer stärker an die Anforderungen der Arbeitsumwelt angepasst werden. Ändert sich die Umwelt der Organisation, muss sich das Lernsystem anpassen. Besonders auffällig wird dieser Umstand im Bereich des Lerninhalts. Neue Lerninhalte müssen sehr schnell Mitarbeitern der Unternehmung vermittelt werden können aber die didaktische Aufbereitungen benötigen viel Zeit. Es kommt hier zu einem Verzögerungsnachteil für die Organisation. Workplace Learning hilft, dieser Verzögerung zu begegnen und am Arbeitsplatz, während der Arbeit die notwendigen Kompetenzen für die Zukunft zu erwerben. Weiterlesen Workplace Learning für die Kompetenzen der Zukunft

Nutzen einer Evaluation der UX-Kompetenz

Eine Evaluation der UX-Kompetenz der Organisation ist mit einigem Aufwand verbunden. Nutzer und Mitarbeiter müssen befragt und interviewt sowie die Ergebnisse mit einem Workshop zu Interventionen entwickelt werden. Dabei fällt es manchmal schwer, sich den Nutzen der Evaluation vor Augen zu führen beziehungsweise genau zu wissen, welche Art von Evaluation man durchführen soll. Darum möchte ich hier die Mehrwerte der verschiedenen Evaluationsarten kurz darstellen.

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Gute Fragen im Coaching

Seit einiger Zeit sammel ich gute Fragen fürs Coaching, besonders im Kontext von agiler Transitionen. Ich fing damit beim 66. Kölner Scrumtisch (ist schon was her) mit der Session „Eure besten Fragen“ an und bat die anderen Teilnehmer nach ihren beliebtesten Fragen im Coachingprozess. Auf verschiedenen anderen Veranstaltungen kamen dann nach und nach weitere Fragen hinzu. Weiterlesen Gute Fragen im Coaching

Der Barnum-Effekt und Persönlichkeitsprofile

Im Rahmen des Coachings werden gelegentlich Persönlichkeitsprofile wie beispielsweise das Reiss-Profil verwendet. Jedoch sind diese mit Vorsicht zu genießen und man sollte sich der Einschränkungen bewusst sein. Eine Einschränkung ist der Barnum-Effekt, der die menschliche Neigung bezeichnet ungenaue und allgemeingültige Aussagen über sich als zutreffend zu empfinden. Diesen allgemeingültigen Aussagen fehlt es in der Regel an Objektivität und können kaum widerlegt werden. Die betonten Eigenschaften hat entweder jeder oder jeder hätte sie gerne. Darüberhinaus werden gerne relative Aspekte verwendet, die aus der Sicht der jeweiligen Person stimmen. Die Aussage „Sie gehen nicht gern große Risiken ein“ bedingt eine Interpretation des großen Risikos. Ein großes Risiko kann am ehesten als Risiko verstanden werden, dass man selber ungern eingehen möchte. Dem entsprechend würde die Aussage immer zutreffen. Weiterlesen Der Barnum-Effekt und Persönlichkeitsprofile